Lebensversicherungen, betriebliche Altersversorgung, Riester- und Rürup-Verträge sowie Bank- und Depotkonten enthalten oft veraltete Bezugsrechte. Nach Hochzeit oder Trennung passt die ursprüngliche Auswahl meist nicht mehr. Prüfen Sie schriftliche Begünstigtenregelungen, Stichtage, Widerrufsvorbehalte und Hinterbliebenenleistungen. Stimmen Sie Formulierungen mit Versicherer oder Bank ab, damit im Leistungsfall wirklich die gewünschte Person erhält. Dokumentieren Sie Änderungen sauber, informieren Sie Vertrauenspersonen und halten Sie Nachweise geordnet zugänglich.
Ein gemeinsames Leben beeinflusst die Vermögensordnung. Prüfen Sie, ob gesetzliche Erbfolge, Güterstand und Pflichtteilsrechte zu Ihren Zielen passen. Ein individuell formuliertes Einzel- oder Ehegattentestament, gegebenenfalls mit Wiederverheiratungsklauseln, Vor- und Nacherbschaft oder Vermächtnissen, bringt Klarheit. Nach Trennung sind Widerruf, Neufassung und die Bewertung des Zugewinnausgleichs entscheidend. Holen Sie notarielle Beratung, berücksichtigen Sie Immobilien, Unternehmensanteile und Schulden, und vermeiden Sie widersprüchliche Anordnungen in Verträgen und Policen.
In Krisen zählt Handlungsfähigkeit. Legen Sie fest, wer im medizinischen oder finanziellen Notfall entscheiden darf. Eine umfassende Vorsorge- oder Generalvollmacht, ergänzt um Betreuungsverfügung, Bankvollmachten und Postvollmacht, verhindert gerichtliche Betreuungen. Bei Kindern sichern klare Sorgeregelungen, Umgangsabsprachen und vorläufige Betreuungsanordnungen Stabilität. Halten Sie Identifikationsdaten, Kontaktdetails und Aufbewahrungsorte fest. Besprechen Sie Erwartungen offen, schulen Sie Bevollmächtigte, und definieren Sie Kontrollmechanismen, damit Entscheidungen verantwortungsvoll bleiben.
All Rights Reserved.